und die Folgen
bei Hund und Katze
Auszug aus der Tierhomöopathie I/2013

Das Ziel der Kastration ist in erster Linie die Verhinderung von unerwünschtem Nachwuchs, potentielle Krankheiten zu vermeiden oder um die Haltung zu erleichtern.

Selbstverständlich stellt sich hier keine Frage um das Katzenelend bei frei lebenden Tieren zu vermeiden durch ununterbrochene Vermehrung.

Aber bei unseren Heimtieren sollten wir kritisch mit diesem operativen Eingriff umgehen. Die Kastration ist ein Eingriff mit lebenslangen Folgen. Das Risiko der Operation und Narkose sollte nicht unterschätzt werden.

Es gibt erschreckende Untersuchungen, denen zufolge die Hälfte der kastrierten Tiere nach der Kastration unter Komplikationen leiden.

Die Geschlechtsdrüsen haben Wirkungen im Organismus, die über die sexuelle Funktion weit hinausgehen.




Katze
:
Im Alter von 6-12 Monaten tritt die Geschlechtsreife bei Katzen ein. Die erste Rolligkeit kommt gelegentlich sogar schon mit 5 Monaten vor.
Kater werden etwas später geschlechtsreif. Ungefähr zwischen dem 7. und 9. Monat.
Mit 2 Jahren sind sie ausgewachsen. Wenn die Katze dann nicht von einem Kater gedeckt wird, wiederholt sich die Rolligkeit im Sommerhalbjahr etwa alle 2-3 Wochen.

Die kastrierte Katze tauscht das geringere Risiko von Brust-, Eierstock- und Gebärmuttererkrankungen gegen die für alle Kastraten geltenden Risiken der Gewichtszunahme und der damit verbundenen Folgeerkrankungen.

Wenn die Trächtigkeit ausgeschlossen ist, entfernt der Tierarzt nur die Eierstöcke. Ist die Katze trächtig, auch die Gebärmutter.




Kater
:
Nach der Kastration sind Kater häuslicher und auch weniger aggressiv gegen andere Kater. Der penetrante Uringeruch der Kater lässt nach.
Auf das Harnmarkieren im Haus hat die Kastration aber meistens keinen Einfluss. Harnmarkieren ist weniger durch geschlechtliches Verhalten verursacht, als durch Stress. Es tritt zum Beispiel dort auf, wo zu viele Katzen auf zu engem Raum leben.

Die Geschlechtsorgane sind beim Kater erst im Alter von zwei Jahren vollständig ausgereift. Frühkastrierte Kater und auch viele Kater, die vor Beendigung der Pubertät kastriert wurden, können den Penis nicht ausschachten. Die Neigung zu Harnsteinen durch eine engere Harnröhre beim zu früh kastriertem Kater wird diskutiert.
Die Gefahr, eine Verlegung der Harnröhre durch Harngrieß und Harnsteine zu entwickeln, verschärft sich durch die Fütterung mit Trockenfutter, die den Flüssigkeitshaushalt der Katze stört. Der veränderte Stoffwechsel nach der Kastration in Kombination mit nicht angepasster Fütterung erhöht das Risiko für Stoffwechselerkrankungen. Die Gefahr an Diabetes zu erkranken, ist für einen kastrierten Kater bis zu 9x höher als für ein unkastriertes Tier.




Hündin und Rüde:

Hündinnen werden zwischen dem 6. und 12 Monat oder später das erste mal läufig. Normalerweise werden wie bei der Katze nur die Eierstöcke bei der Kastration entfernt. Eine so sehr gefürchtete eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra) kommt bei kastrierten Hündinnen tatsächlich seltener vor. Bei Hündinnen, die vor oder nach der ersten Läufigkeit kastriert wurden, sinkt auch das Risiko, Tumore am Gesäuge (Mammatumor) zu entwickeln. Spätere Kastrationen haben darauf keinen Einfluss mehr.

Bei unkastrierten Hündinnen werden jedoch auch hormonelle Läufigkeitsunterdrückungen durchgeführt, die gesundheitlich sehr bedenklich sind und das Risiko für Pyometra und Mammatumore erhöhen.

Nach der Kastration steigt die Neigung, andere Krankheiten zu entwickeln. Die Kastration beeinflusst das Knochenwachstum und das Risiko für eine Hüftgelenksdysplasie (HD) steigt. Die Gefahr, einen Kreuzbandriss zu erleiden, ist bei kastrierten Hunden ebenfalls erhöht.

Statt Mammatumore oder Prostatakrebs entwickeln kastrierte Hunde andere bösartige Krebsformen. Für Knochentumore, Gefäßtumore und Hautkrebs wurde ein erhöhtes Risiko nachgewiesen. Kastrierte Hündinnen leiden viermal so häufig an Herztumoren, wie unkastrierte Hündinnen.
Die häufigste unerwünschte Kastrationsfolge bei Hündinnen ist jedoch die Harninkontinenz. 5-20% der Hündinnen sollen davon betroffen sein.

Rüden werden vor allem kastriert, weil der Besitzer sich erhofft, dass der Hund nach der Kastration weniger aggressiv ist. Eine Verhaltensänderung darf man allerdings nur dann erwarten, wenn das Verhalten direkt von den Geschlechtshormonen abhängt. Das trifft bei Aggressionen gegenüber anderen Rüden und einem übermäßigen Sexualtrieb zu.
Auf Hunde, die aus Angst aggressiv reagieren, hat eine Kastration logischerweise keinen positiven Effekt. Im Gegenteil. Unter Umständen verstärkt sie die Ängste sogar.




Homöopathische Sicht der Kastration:

Homöopathische Sicht der Kastration:




Hündinnen und Katzen:
Die Kastration erfolgt meist aus Furcht der o.a. Krankheiten. Eine Krankheit wird in der Homöopathie als eine gestörte Lebenskraft bezeichnet.
Wenn eine gestörte Lebenskraft sich nicht durch diese Krankheitssymptome an den Geschlechtsorganen zeigen kann, weil diese entfernt wurden, dann zeigt sich die Krankheit in anderer Gestalt an anderer Seite. Darum steht an erster Stelle meiner homöopathischen Behandlung, die Wiederherstellung der gestörten Lebenskraft durch eine konstitutielle Behandlung in der Klassischen Homöopathie

Rüden und Kater:
Ein übermäßiger Sexualtrieb kann für einen Rüden oder einen Kater, der niemals decken darf, durchaus zur Belastung werden. Sollte eine homöopathische Behandlung keinen Erfolg bringen, was im Allgemeinen der Fall ist, kann eine Kastration sinnvoll sein.
Der Versuch, über die Kastration eine Verbesserung des Verhaltens zu erreichen, ist eine äußerst unsichere Methode. Es kann das Gegenteil von dem eintreten, was man sich als Besitzer wünscht. Bevor man sich aus diesem Grund zur Kastration eines Rüden entschließt, ist es sinnvoll, andere Wege zur Verhaltensänderung zu gehen, beispielsweise über die Erziehung des Hundes. Bei Katern natürlich schwer durchführbar.

Hündinnen und Katzen:
Die Kastration erfolgt meist aus Furcht der o.a. Krankheiten. Eine Krankheit wird in der Homöopathie als eine gestörte Lebenskraft bezeichnet.
Wenn eine gestörte Lebenskraft sich nicht durch diese Krankheitssymptome an den Geschlechtsorganen zeigen kann, weil diese entfernt wurden, dann zeigt sich die Krankheit in anderer Gestalt an anderer Seite. Darum steht an erster Stelle meiner homöopathischen Behandlung, die Wiederherstellung der gestörten Lebenskraft durch eine konstitutielle Behandlung in der Klassischen Homöopathie