Arzneimittel gegen Parasiten / Blut-Hirn-Schranke / MDR1-Defekt
Auszug aus der Tierhomöopathie I/2010



Alle zugelassenen Tier-Medikamente sind am gesunden Tier getestet, bei denen die sogenannte Blut-Hirn-Schranke funktioniert.

Es gibt jedoch Rassen, bei denen diese besagte Schranke nur eingeschränkt funktioniert.

Medikamente, besonders Mittel gegen Innen- und Außenparasiten, Antibiotika und Zytostatika (Chemotherapeutika) können verheerende Schäden anrichten, die nicht unwesentlich oft mit dem Tod enden.

Neurotoxine (Nervengifte), mit denen unsere Tiere am häufigsten in Kontakt kommen, sind in Medikamenten enthalten, die gegen Parasiten wie Flöhe, Würmer oder Zecken helfen. Insektizide sind fast immer Nervengifte.

Betroffene Rassen die häufig dieses Problem haben:


Inzwischen zeigen sich auch bisher eher seltene Rassen und auch Rassen aus den Windhundlinien:
Dazu zählen u. a.

Seit einiger Zeit werden auch folgende Rassen untersucht:

Als Verursacher lässt sich der MDR1-Defekt ableiten.

Im Gehirn weisen die Zellen der Endothelschicht eine Besonderheit aus: Sie haben auf ihrer Oberfläche einen so genannten MDR1-Transporter, der Gifte und damit auch Arzneistoffe in den Blutgefäßen zurückhält, sie also nicht in die Flüssigkeit übertreten lässt, die das Gehirn versorgt (Liquor). MDR hat seinen Namen aus der Abkürzung „multi drug resistance“.

Wer einen Hund hat, bei dem aufgrund der Rasse möglicherweise ein MDR1-Defekt bestehen könnte, sollte ihn vorsichtshalber daraufhin untersuchen lassen. Es handelt sich um einen einfachen kleinen Bluttest, der vielleicht das Leben Ihres Hundes retten kann.