Kleine Anatomie

Blase und Nieren (Mülltrennungs- und Kläranlage)
Kurzfassung aus der Tierhomöopathie Ausgabe II / 2011

Klicken Sie einfach nochmals links doppelt auf den Harntrakt, damit die Unterrubriken erscheinen. Dort bin nochmals genauer auf die Krankheiten:

-FLUDT
-Chronische Niereninsuffizienz
-Blasenentzündung

eingegangen

Damit ein Körper seine Funktionsfähigkeit aufrecht erhalten kann, müssen Stoffe, die über die Nahrung oder die Atmung aufgenommen werden, chemisch verändert werden, um sie verwerten zu können. Bei diesen Prozessen entstehen Abfallprodukte, die dann im Blut landen. Wenn das Blut nicht gefiltert würde, käme es im Laufe der Zeit zu Verstopfungen der Blutgefäße. Auch sind manche Abfallprodukte giftig für den Körper.

Als Filterstation gelten die Nieren.

Aus dem Blut, das durch die Nierenkörperchen fließt, tropft ein wässriges Filtrat. Man muss sich das vorstellen wie bei einem Kaffeefilter: Alles, was größer ist, als die Poren des
Filters –also das Kaffeepulver- bleibt im Filter hängen, alles andere –Wasser und feinste Pulverteilchen- läuft durch. Somit lassen die Porenöffnungen vom Blut nur Wasser und kleine Plasmamoleküle hindurch. Blutkörperchen- plättchen, Albumine und Eiweiße passen nicht durch. Dies ist der sogenannte Primärharn. Jedoch sind in diesem Harn die noch wichtigen Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium, Glucose usw…

Damit das Filterprinzip funktioniert, ist ein bestimmter Druck nötig (Blutdruck und eigener zusätzlicher Druck in den Nierenkörperchen)

Im weiteren Verlauf wird der Primärharn noch einmal überprüft. Diejenigen Bestandteile die noch gebraucht werden, wie die Elektrolyte usw… werden dem Blut wieder zurückgeführt.

Auch wird überprüft, wie viel Wasser endgültig den Körper verlassen kann. Dies wird über verschiedene Hormone gesteuert.

Der Urin nennt sich nun Sekundärharn (Endharn), gelangt in das Nierenbecken, von wo er über den Harnleiter in die Harnblase abgeleitet wird.

Nervenfasern senden ab einem bestimmten Dehnungszustand der Blasenmuskulatur einen Impuls an das Gehirn

Die Harnröhre ist bei weiblichen Tieren kürzer und dehnbarer als bei männlichen, was insbesondere bei Katzen ein Grund dafür ist, dass eher Kater unter Problemen mit Harnsteinen leiden.

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Unsauberkeit:

Vorab ist es mir sehr wichtig, folgendes anzumerken:

Viele Tierhalter haben die Situation schon einmal erlebt: Obwohl das Tier
stubenrein ist, findet sich plötzlich Urin im Haus.
Die Gründe dafür können unterschiedlicher Natur sein.

Oft denkt man, besonders bei Katzen an plötzliches Markierverhalten oder
Protest. Sicherlich ist dies häufig so.

In meiner Praxistätigkeit stelle ich jedoch in den allermeisten Fällen
fest, dass bei plötzlichem Pinkeln an "verbotenen" Stellen eine Erkrankung
dahinter steckt. Dies sollte immer zuerst abgeklärt werden. Vorallem, wenn
das Tier vorher sauber war.